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Die Allerheiligen-Kapelle

Die Allerheiligen-Kapelle befindet sich am Eingang zum Haupthof. Derzeit werden hier keine Führungen mehr durchgeführt, sie kann daher nur allein in Augenschein genommen werden.


Die Allerheiligen-Kapelle /Grabkapelle/ wurde mit ihrer reichhaltigen und anspruchsvollen Verzierung im Jahre 1580 vollendet. Die Kapelle ist aus dem Grunde umgebaut und auf erhabene Weise verziert worden, damit sie als letzte ehrwürdige Ruhestätte für Zacharias von Hradec und Katharina von Waldstein dienen kann. Mit der Gestalt der Eheleute macht uns der Stuckgrabstein aus der Renaissance vertraut, der mit einem geschlagenen und bemalten Gitter aus dem Jahre 1589 umrahmt ist.

Der Autor des figuralen Grabsteins und der Verzierung des Gewölbes ist bislang unbekannt. Dabei handelt es sich jedoch zweifelsohne um einen italienischen Meister. Katharina von Waldstein starb im Jahre 1571 und ihre sterblichen Überreste wurden später hierher gebracht. Das Gitter trägt die Zeichen der Eheleute.

An der Vorderseite sind in den Kartuschen die Wappenzeichen von Zacharias und Katharina eingesetzt. Im Gewölbe finden wir die Gestalten der vier Evangelisten, eine größere figurale Komposition mit dem Sujet des Fegefeuers, am Schluss das Relief der Dreieinigkeit: die Frau mit Kindern ist das Symbol der Charita /christliche Liebe/. In den Ausläufern des Gewölbes sind Gestalten von Engeln eingesetzt, die zum Letzten Gericht blasen, an den Fenstern sehen wir Heiligenfiguren. Das Gewölbe und der obere Teil der Fenster wird von massiven Girlanden umrahmt /Geflecht aus Obst und Blüten/. Unsere Aufmerksamkeit hat nicht nur die ausdrucksstarke Stuckverzierung, sondern auch die ornamentale und figurale Renaissancemalerei mit Groteskentyp verdient /ornamentale Malerei aus feinem Geflecht/.